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Ratgeber Atemwegserkrankungen

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Atemwegserkrankungen
Was sind Atemwegserkrankungen?

Atemwegserkrankungen betreffen entweder die oberen oder die unteren Atemwege. Zu den häufigsten Atemwegserkrankungen zählen: Asthma bronchiale, die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD), die akute und die chronische Bronchitis, die Lungenentzündung (Pneumonie) und Lungenkrebs. Husten, Auswurf (Schleim), Luftnot, Atembeschwerden, Halsschmerzen und Heiserkeit sind die Symptome, mit denen sich die meisten Atemwegserkrankungen bemerkbar machen. Auch Schnupfen und Mattheit können auftreten. Es ist entscheidend, ob eine Verengung (Obstruktion) der Atemwege vorliegt. Atemwegserkrankungen kommen häufiger vor, als man denkt. Die überwiegende Zahl der Tumoren in der Lunge ist bösartig. Raucher sind i. d. R. häufiger von Atemwegserkrankungen betroffen als Nichtraucher.

Der Mensch besitzt 300 bis zu 400 Millionen Lungenbläschen. Diese machen insgesamt eine Oberfläche von etwa 80 bis 120 Quadratmetern aus. Die Lunge gibt uns Luft zum Atmen. Ist dieser Atmungsprozess gestört, kann es zu beschwerlichen Belastungen und Einschränkungen kommen. Der Atmungstrakt des Menschen ist hochempfindlich, aber permanent Schadstoffen, Krankheitserregern und anderen Luftbestandteilen ausgesetzt. Die Ursachen von Erkrankungen der Atemwege lassen sich wie folgt einteilen: Es gibt allergische Reaktionen (wie es meist bei Asthma bronchiale der Fall ist) und Infektionen mit Bakterien, Viren, Parasiten und Pilzen. Ferner treten manchmal toxische Reaktionen auf (die noch einmal genauer unterteilt werden) und die Fibrosierung, eine Entzündungsreaktion auf anorganische Stäube.

Im Juli 2007 wurde in der pneumologischen Abteilung der Klinik Fallingbostel bundesweit erstmalig eine Station für Patienten neu geschaffen, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung einen höheren Dringlichkeitsstatus auf der Warteliste zur Organtransplantation bei EUROTRANSPLANT erhielten und bis zum Eintreffen eines geeigneten Spenderorganes in einem Akutkrankenhaus behandelt werden mussten.
Im Dezember 2011 erfolgte eine Novellierung des Transplantationsgesetzes mit Einführung des „Lung Allocation Scores“ (kurz LAS), der betreffend der Prognose einer Transplantation eine noch effektivere Verteilung der Spenderorgane gewährleisten soll.
Für Patienten, die einen hohen Punktewert (> 50 Punkte) in dem neuen LAS-System von EUROTRANSPLANT erhalten haben oder die bei einem niedrigeren Wert erschwerende Begleitsymptome aufweisen oder Komplikationen erlitten haben, ist weiterhin auf Empfehlung des Transplantationszentrums eine stationäre Behandlung im Krankenhausbereich der pneumologischen Abteilung unseres Hauses  möglich. Die Dauer und Häufigkeit der stationären Behandlung richtet sich nach der medizinischen Indikation. Dabei können die Patienten nicht nur von einer qualifizierten pneumologischen Akutmedizin profitieren, sondern auch das gesamte Spektrum der medizinischen Trainingstherapie, der Physiotherapie, der Ernährungsphysiologie der psychologischen und – auf Wunsch – seelsorgerischen Betreuung nutzen, wie es in der Klinik Fallingbostel vorgehalten wird, für sich nutzen.
Hier trifft Akutmedizin auf Rehabilitationskompetenz.
Die Unterbringung der Patienten erfolgt auch in der Krankenhausbehandlung in unseren ansprechenden Einzelzimmern mit Duschbad und kann Ihnen helfen, gerade auch bei fortgeschrittener Erkrankung eine optimale Vorbereitung auf die Transplantation durchzuführen.

Die häufigsten Erkrankungen, die zu einer Lungentransplantation führen können, sind COPD, Lungenhochdruck, Lungenfibrose und Mukoviszidose. Um eine Lungentransplantation zu erhalten, muss der Patient einige Kriterien erfüllen, z. B. dürfen keine Erkrankungen an anderen Organen vorliegen. Es muss eine gewisse psychische Stabilität vorhanden sein und es sollte eine erfolgreiche Rehabilitation gewährleistet sein. Akute Komplikationen können die Abstoßung des transplantierten Organs und Blutungen oder Infektionen sein. Deshalb werden in den ersten Monaten nach der Transplantation Blutuntersuchungen, Lungenspiegelungen und Lungenfunktionstests durchgeführt. Als chronische Komplikation kann bei Patienten nach einer Lungentransplantation das sog. Bronchiolitis-obliterans-Syndrom (BOS) auftreten.

Was sind Atemwegserkrankungen?

Mit dem Begriff Atemwegserkrankungen werden verschiedene Krankheiten der Organe zusammengefasst, die mit unserer Atmung zu tun haben. Es gibt etwa 30 verschiedene Atemwegserkrankungen, die häufiger auftreten. Hinzu kommen weitere Atemwegserkrankungen, z. B. Infektionen, die in Deutschland kaum oder gar nicht vorkommen. Zu den bekannteren Atemwegserkrankungen zählen die Bronchitis, die Lungenentzündung (Pneumonie), Tuberkulose, Lungenkrebs, COPD, Asthma, Schlafapnoe, Lungenemphysem und Mukoviszidose. Atemwegserkrankungen sind Volkskrankheiten. Schnupfen und Husten gehören für viele zum Alltag, chronische Atemwegserkrankungen sind weit verbreitet. Atemwegserkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen der Welt.

Häufige Symptome von Atemwegserkrankungen

Die häufigsten Symptome von Atemwegserkrankungen sind:

  • Husten
  • Auswurf (Schleim)
  • Luftnot
  • Atembeschwerden
  • Halsschmerzen, Heiserkeit

Atemwegserkrankungen: Asthma bronchiale

Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten obstruktiven Atemwegserkrankungen. Hier besteht eine Allergie gegen bestimmte Stoffe oder eine Überempfindlichkeit in Bezug auf Infekte, kalte Luft, Stress etc. Die Ursache dieser Atemwegserkrankung ist meist genetisch. Die Folge ist eine Verengung (Obstruktion) der Bronchien. Diese bringt Anfälle von Atemnot mit sich. Problematisch ist bei Asthma weniger das Luftholen, sondern das Ausatmen. So kann es zu einem Überblähen der Lunge und einem gestörten Transport von Sauerstoff kommen.

Atemwegserkrankungen: chronisch obstruktive Bronchitis oder COPD

Bei der chronisch-obstruktiven Bronchitis, auch COPD genannt, bestehen ähnliche Probleme wie bei Asthma. Ursächlich ist meist das Rauchen. Trifft diese Atemwegserkrankung Nichtraucher, liegt meist ein Mangel von Alpha-1-Antitrypsin vor. Bei COPD kann bei besonders schwerwiegender Ausprägung der Atemwegserkrankung eine Lungentransplantation notwendig werden. Hierbei wird vorher und nachher eine Maßnahme der Rehabilitation vorgenommen.

Atemwegserkrankungen: akute und chronische Bronchitis

Bei der akuten Bronchitis handelt es sich um einen durch Viren oder Bakterien hervorgerufenen Infekt der Bronchien. Zunächst zeigt sich ein quälender, trockener Husten. Dann kommt es zum Auswurf von Schleim. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Abgeschlagenheit können sich einstellen. Die Bronchitis ist chronisch, wenn sie für mindestens jeweils drei Monate in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auftritt.

Atemwegserkrankungen: Lungenentzündung (Pneumonie)

Eine Lungenentzündung wird in den meisten Fällen durch eine Infektion des Lungengewebes oder der Lungenbläschen mit Bakterien hervorgerufen. Seltener sind Viren, Parasiten oder Pilze. Auch Schadstoffe, Allergien oder Strahlenbelastung können diesen Typ von Atemwegserkrankungen begünstigen. Zu den Symptomen zählen: Atembeschwerden, erhöhte Temperatur, Schüttelfrost.

Atemwegserkrankungen: Lungenkrebs

Geschwüre in der Lunge sind bei mehr als 90 Prozent der Betroffenen bösartig (Krebs). Sie sind in allen Teilen der Lunge möglich, in den meisten Fällen entwickeln sie sich aber im oberen Lungenbereich. Der Grund besteht darin, dass dieser Teil der Lunge bei der Atmung stärker mit Luftschadstoffen in Berührung kommt.

Fedor Singer

 

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Seit 2014 gibt es in Leopoldshöhe die Selbsthilfegruppe "Air-Condition". Willkommen sind alle Menschen, die an Lungen- oder Atemerkrankungen wie z. B. Asthma oder COPD leiden.
  
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